Download unserer Studie: „Wie können wir Vielfalt stiften?“

Entdecken Sie wissenschaftliche Erkenntnisse, empirische Befunde und praxisnahe Empfehlungen zur diversitätsorientierten Stiftungsentwicklung.

Das Förderprogramm „Vielfalt stiften“

Stiftungen sind einzigartige Einrichtungen, die aufgrund ihrer oftmals finanziellen und politischen Unabhängigkeit über eine außergewöhnliche Handlungsfreiheit verfügen. Diese Freiheit ermöglicht es ihnen, als bedeutende Impulsgeber der Zivilgesellschaft aufzutreten. Gleichzeitig bringt dieses Privileg die Verantwortung mit sich, aktiv an gesellschaftlichen Entwicklungen teilzuhaben.

Gemäß den Grundsätzen guter Stiftungspraxis sollten sich Stiftungen für Diversität einsetzen. Dennoch zeigen Studien, dass nur neun Prozent der Führungskräfte im Stiftungswesen eine Migrationsbiografie aufweisen. Bei den Vorständen der größten 30 Stiftungen liegt dieser Anteil lediglich bei drei Prozent. Dies steht im deutlichen Kontrast zu den 27 Prozent der Gesamtbevölkerung, die Migrationserfahrungen haben.

Gemeinsam für ein diversitätsorientiertes Stiftungswesen

Die Deutschlandstiftung Integration (DSI) hat es sich mit dem Programm „Vielfalt stiften“ zur Aufgabe gemacht, diesen Ungleichheiten entgegenzuwirken und die Diversifizierung im deutschen Stiftungswesen zu fördern. Gemeinsam mit Partner:innen aus dem Sektor setzt sich die DSI dafür ein, ein Stiftungswesen zu schaffen, in dem alle Bevölkerungsgruppen gleichberechtigt und repräsentativ in Schlüsselpositionen vertreten sind.

Mit „Vielfalt stiften“ werden Maßnahmen umgesetzt, die sowohl das Empowerment der Stipendiat:innen stärken als auch zur Reflexion homogener Strukturen im Stiftungswesen anregen. Von 2024 bis 2026 kooperierte die DSI hierfür mit dem „Deutschen Zentrum für Integrations‑ und Migrationsforschung“ (DeZIM). Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Studie „Wie können wir Vielfalt stiften?“, die innovative Strategien und Empfehlungen für eine diversitätsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung entwickelt und Barrieren für migrantisierte Menschen in Stiftungen identifiziert.

Zusätzlich wird ein strategisches Netzwerk aus Personen mit Migrationsbiografien und Stiftungsvertreter:innen aufgebaut, das die nachhaltige Repräsentation migrantischer Stimmen in deutschen Stiftungen unterstützt und dazu beiträgt, ihre Bedarfe besser zu erkennen und einzubinden.


Für wen ist „Vielfalt stiften“?

Im Folgenden finden Sie zwei kurze Einstiege für die zentralen Zielgruppen des Programms: Studierende und Absolvent:innen mit Migrationsbiografien im Alter von 18 bis 35 Jahren sowie Stiftungen jeglicher Rechtsform. Sie geben einen kompakten Überblick darüber, welche Möglichkeiten „Vielfalt stiften“ bietet und wie eine Teilnahme gelingt: von Hospitationen, Bewerbung und Teilnahmevoraussetzungen bis hin zu Kooperation und Förderoptionen für Stiftungen.


Termine und Bewerbung

Die Stipendien bzw. Hospitationen für Studierende und Absolvent:innen mit Migrationsbiografien starten in der Regel zu Jahresbeginn und zur Jahresmitte. Die Ausschreibungsphase beginnt etwa zwei Monate vor dem jeweiligen Hospitationsstart. Wir informieren an dieser Stelle rechtzeitig über die verfügbaren Hospitationsstellen und freuen uns auf Ihre Bewerbung. 

Zum Online-Bewerbungsportal

Das Programm „Vielfalt stiften“ der Deutschlandstiftung Integration wird durch die Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Mercator gefördert.

 


 

Gemeinsam für ein diversitätsorientiertes Stiftungswesen | Unsere Partner:innen im Förderprogramm „Vielfalt stiften“


 

Unsere Kampagne #vielfaltstiften zeigt Gesichter und Stimmen einer vielfältigen Stiftungslandschaft.

Programmübersicht

Maßnahmen

Die Struktur des Förderprogramms „Vielfalt stiften“ geht auf das mehrjährige Pilotprojekt „Vielfalt im Amt“ (ViA) zurück, dessen Maßnahmen in über 15 Bundesministerien getestet wurden. Aufbauend auf diesen Erfahrungen und der wissenschaftlichen Begleitung des Vorhabens durch das DeZIM‑Institut in den Jahren 2024 bis 2026 wird das Programm ab 2026 in weiterentwickelter Form fortgeführt.

Die neue Programmlinie umfasst sechs aufeinander abgestimmte Maßnahmen, die sowohl die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden als auch die strukturellen Anforderungen des Stiftungssektors in den Blick nehmen.

1. Hospitationen in Stiftungen: Dreimonatige, vergütete Hospitationen bieten Studierenden sowie Bachelor- und Masterabsolvent:innen mit Migrationsbiografien direkte Einblicke in die Arbeit von Stiftungen. Sie erleben den Berufsalltag, knüpfen Kontakte und entdecken neue berufliche Perspektiven im Dritten Sektor.

2. Pädagogisches Begleitprogramm: Seminare und Workshops ergänzen die praktische Phase der Stipendiat:innen. Sie stärken fachliche und persönliche Kompetenzen, vermitteln Wissen über den Stiftungssektor und fördern berufliche Orientierung und Selbstwirksamkeit.

3. Kampagne: Eine gezielte Kommunikationsstrategie macht das Projekt sichtbar. Sie teilt die Erfahrungen der Teilnehmenden und Stiftungen und bindet migrantische Communities aktiv ein. So entsteht ein Netzwerk aus Multiplikator:innen und Vorbildern.

4. Mentoring: Alumni:ae des Programms haben die Möglichkeit, sich über die Hospitation hinaus durch Fach- und Führungskräfte aus Stiftungen und Philanthropie begleiten zu lassen. Das Mentoring unterstützt bei der weiteren Karriereorientierung.

5. Lab: Das Lab bietet Stiftungen einen Raum für Vernetzung, Austausch und Beratung. Es ermöglicht bedarfsorientierte Schulungen zur diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Organisations- und Personalentwicklung.

6. Forum: Die Forenreihe besteht aus regelmäßigen Austauschformaten zwischen Stipendiat:innen, Stiftungen und Expert:innen. Die Formate stärken den Austausch, fördern Diversitätssensibilität und unterstützen den Transfer in die Praxis.

Wirkungsmodell

Das Projekt „Vielfalt stiften“ entwickelt seine Wirkung auf verschiedenen Ebenen. Mit einem Fokus auf Bildung, Empowerment, Beratung und Vernetzung fördern wir nicht nur die individuelle Weiterentwicklung der Teilnehmenden, sondern auch die Veränderung in den Institutionen, in denen sie wirken, und im gesamten Stiftungssektor. Gemeinsam tragen diese Ebenen zur langfristigen Diversitätsorientierung im Stiftungsbereich bei.


Für junge Talente: Wir unterstützen junge Menschen mit Migrationsbiografien dabei, ihre Potenziale zu entfalten und sich mit der Stiftungs-Community zu vernetzen. In unserer Begleitung lernen sie, Hindernisse zu überwinden und ihren beruflichen Erfolg aktiv zu gestalten. (Individuelle Ebene)

Für Stiftungen: Stiftungen gewinnen wertvolle Einblicke in die diversitätsorientierte Organisations- und Personalentwicklung. Mit unseren Empfehlungen unterstützen wir sie dabei, Vielfalt in ihren Teams und Projekten zu stärken. (Organisationale Ebene)

Für den Stiftungssektor: Wir stärken die Vielfalt im Stiftungssektor und schaffen eine Plattform für den Dialog zu relevanten Themen. Gemeinsam setzen wir Impulse für eine zukunftsfähige Zivilgesellschaft. (Sektorale Ebene)

Für die Öffentlichkeit: Unsere Kampagnen machen unterrepräsentierte Stimmen sichtbar und zeigen, dass Stiftungen attraktive Arbeitgeberinnen sind. Sie stehen für gelebte Vielfalt und ermutigen junge Menschen, Teil dieser engagierten Community zu werden. (Mediale Ebene)

Vielfaltsverständnis und Handlungsansatz

„Vielfalt stiften“ soll Impulse dafür setzen, wie eine diversitätsorientierte Organisations- und Personalentwicklung im deutschen Stiftungswesen entsprechend der Qualitätskriterien der RAA Berlin gelingen kann.

Der Handlungsansatz der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung basiert auf einem ganzheitlicheren Verständnis von Vielfalt. Er berücksichtigt verschiedene Dimensionen mit unterschiedlicher gesellschaftlicher Bedeutung, die miteinander verflochten sind (Intersektionalität) und sich im Laufe der Zeit verändern können. Der Ansatz kann als ein proaktiver, rassismuskritischer Prozess des „Gender- und Diversity-Mainstreaming“ betrachtet werden.

Im Fall von „Vielfalt stiften“ liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Vielfaltsmerkmal der Migrationserfahrung/-biografie/-geschichte. Unter dem Begriff verstehen wir sowohl migrantisierende Fremd- als auch Selbstzuschreibungen. Das Vielfaltsmerkmal ist das notwendige Auswahlkriterium für eine Förderung.

Dem Förderprogramm liegt somit eine umfassende, an aktuellen Diskursen ausgerichtete Strategie zugrunde, um Benachteiligungen und Diskriminierungsformen in allen Bereichen des Stiftungswesens zu vermeiden. Nähere Informationen zum Handlungsansatz und den zugrundeliegenden Qualitätskriterien finden Sie unter dem folgenden Link.

Nachhaltigkeitskriterien

Das Projekt orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) Geschlechtergleichheit (5), weniger Ungleichheiten (10) und Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (16). Starke Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (17) sind wiederum ausschlaggebend für den Erfolg des Vorhabens. Hierunter verstehen wir den Aufbau kollaborativer Strukturen, die grundlegend sind, um die Mission der diversitätsorientierten Entwicklung umzusetzen.


Download der Programmübersicht

Die Programmübersicht zu „Vielfalt stiften“ bietet einen kompakten Einblick in Ziele, Maßnahmen und Hintergründe des Förderprogramms. Sie fasst die Programmlinie ab 2026 zusammen und zeigt, wie Hospitationen, Begleitprogramm, Mentoring, Kampagnen, Lab und Forum gemeinsam zur diversitätsorientierten Öffnung des Stiftungssektors beitragen.

Hier herunterladen und auf einen Blick erfahren, wie „Vielfalt stiften“ junge Talente stärkt und Stiftungen bei ihrer diversitätsorientierten Personal- und Organisationsentwicklung unterstützt.

Programmübersicht.pdf

Förder- und Partnerstiftung werden

Gemeinsam Vielfalt stiften

Zur Umsetzung von „Vielfalt stiften“ sind deutsche Stiftungen eingeladen, das Projekt finanziell oder ideell zu unterstützen. Neben Partnern wie der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator werden weitere Fördernde gesucht, um die kollaborative Idee dieses Vorhabens zu realisieren.

Das Projekt bietet eine besondere Gelegenheit: Kooperierende Stiftungen können die diversitätsorientierte Weiterentwicklung des deutschen Stiftungswesens aktiv mitgestalten – unabhängig von ihrer Rechtsform (z. B. Treuhandstiftung, rechtsfähige Stiftung, Stiftungs-GmbH oder Stiftungsverein).

Gewinnen Sie neue Perspektiven, stärken Sie Ihre diversitätsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung und werden Sie Teil eines Netzwerks engagierter Stiftungen — mit Hospitationen, Lab, Forum, Kampagnen und Mentoring.

Kontakt

Bei Fragen zu Möglichkeiten der Unterstützung des Projektvorhabens und/oder einer Teilnahme am Hospitationsprogramm stehen wir gerne telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.

Ansprechperson und Projektleitung: Matthias Dederichs

Tel.: +49  30 54 70 70 518
Mail: vielfalt-stiften@deutschlandstiftung.net 

Nur wenn die gesellschaftliche Perspektivenvielfalt im Stiftungswesen abgebildet wird, können passgenaue Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden. Lassen Sie uns mit „Vielfalt stiften“ gemeinsam für zentrale Werte wie Diversität, Chancengleichheit und Gerechtigkeit eintreten.

Christian Wulff

Ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland und Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration

Studie „Wie können wir Vielfalt stiften?“

In Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) bietet die Studie zum Förderprogramm „Vielfalt stiften“ der Deutschlandstiftung Integration detaillierte empirisch basierte Handlungsempfehlungen für Diversitätsförderung und Diskriminierungsabbau im Stiftungssektor.

Im Zentrum der Untersuchung standen folgende Fragen:

1. Wie gestalten deutsche Stiftungen derzeit Diversitätsförderung und Antidiskriminierung?

2. Wie werden Stiftungen als potenzielle Arbeitgeberinnen von migrantischen und migrantisierten Menschen wahrgenommen? 

3. Und wie erleben migrantische und migrantisierte Menschen den Arbeitsalltag in Stiftungen?

Die Ergebnisse zeigen: Viele Stiftungen sind bereits auf dem Weg zu ausgeprägterer Diversitätsförderung und Antidiskriminierungsarbeit. Doch die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen hängt stark von einer sorgfältigen, strukturell eingebetteten Umsetzung ab. 

Die Studie liefert eine zentrale Grundlage für Stiftungen, die ihre Personal- und Organisationsstrukturen diversitätsorientiert weiterentwickeln möchten.

Veröffentlichung am: 25. Februar 2026

ISBN: 978-3-911716-30-7


Wer Vielfalt will, muss Macht teilen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ausschlüsse im Stiftungswesen nicht zufällig entstehen, sondern strukturell verankert sind – in Routinen, Netzwerken und Entscheidungswegen. Diversität lässt sich allerdings nicht einfach per Leitspruch herstellen; sie erfordert verbindliche Strategien und die Bereitschaft, diese auch einzuhalten.

Prof. Dr. Naika Foroutan

Direktorin des DeZIM-Instituts und Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin

Download der Studie


In Kooperation mit:

Gräfe-Geusch, Annett; Meksem, Miriam; Kuschel, Ilse und Römer, Friederike (2026): „Wie können wir Vielfalt stiften?“ Empirisch basierte Wege der diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Organisationsentwicklung im Stiftungssektor. DeZIM Report 19, Berlin: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

DeZIM Reports geben die Auffassung der Autor:innen wieder

© Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung DeZIM e.V., 2026. Alle Rechte vorbehalten.


Forum

Das „Vielfalt stiften Forum“ ist der zentrale Austausch- und Vernetzungsort im Programm „Vielfalt stiften“. Hier kommen Stiftungen, Expert:innen und Menschen mit Migrationsbiografien zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Herausforderungen zu diskutieren und Good Practices im Stiftungssektor sichtbar zu machen. Das Forum stärkt den strategischen Dialog rund um Diversität, Teilhabe und diskriminierungskritische Organisationsentwicklung und fördert so ein wachsendes Netzwerk engagierter Akteur:innen im Stiftungswesen.

Presse & Impressionen

Die Veröffentlichung der Studie „Wie können wir Vielfalt stiften?“ erfolgte im Rahmen des „Vielfalt stiften Forums“ 2026, wo sie erstmals präsentiert und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert wurde.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

Pressefotos zur freien Verwendung unter Angabe von:

© Stefanie Loos / Deutschlandstiftung Integration

Lab

Das „Vielfalt stiften Lab“ ist ein Entwicklungsprogramm, das kooperierende Stiftungen dabei unterstützt, ihre Strukturen, Prozesse und Organisationskultur diversitätsorientiert und diskriminierungskritisch weiterzuentwickeln. In vier thematischen Workshops pro Jahr verbinden wir Wissensaufbau, praxisnahe Analyse und konkrete Strategiearbeit. Die Inhalte bauen auf unserer Studie „Wie können wir Vielfalt stiften?“ auf und übertragen deren Erkenntnisse in die Praxis. Mitarbeitende aus kooperierenden Stiftungen erarbeiten gemeinsam Wege, Barrieren abzubauen, Diversität zu stärken und nachhaltige Veränderungen im Organisationsalltag zu verankern.

Als ich nach Einstiegsmöglichkeiten im Stiftungswesen suchte, wirkten viele Räume zunächst fremd – wegen fehlender Repräsentation und oft auch elitärer Zugänge. „Vielfalt stiften“ hat mich darin bestärkt, weiterzugehen: Das Programm adressiert bestehende Barrieren, eröffnet echte Zugänge und gibt Stiftungen wichtige Impulse, ihre Strukturen diversitätsorientiert weiterzuentwickeln.

Muhabbet Kaynak

Vielfalt stiften-Stipendiatin der Stiftung Mercator

Einstieg und Entwicklung im Förderprogramm

Hospitationsmöglichkeiten in Stiftungen

Im Rahmen des Projekts „Vielfalt stiften“ bietet die Deutschlandstiftung Integration Studierenden und Absolvent:innen mit Migrationsbiografie die Möglichkeit, dreimonatige Hospitationen in kooperierenden Stiftungen zu absolvieren. Diese Hospitationen bieten wertvolle Einblicke in die Arbeit des Stiftungswesens und fördern die aktive Mitgestaltung einer vielfältigeren Stiftungslandschaft.

Die Teilnehmenden von „Vielfalt stiften“ profitieren nicht nur von der direkten Hospitationserfahrung, sondern sind zugleich in ein umfassendes pädagogisches Begleitprogramm eingebunden. Es besteht aus einer Kombination aus Workshops und Seminaren vor Ort und im digitalen Raum. Das Begleitprogramm schafft Räume für Vernetzung, Austausch und persönliche Weiterentwicklung. Gleichzeitig bietet es die Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen Themen des Stiftungswesens und der Diversitätsarbeit auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven einzubringen.

Mentoring nach der Hospitation

Nach Abschluss der dreimonatigen Hospitation haben Teilnehmende die Möglichkeit, ein freiwilliges Mentoring zu beginnen. Dieses richtet sich an Alumni:ae des Programms und bietet eine individuelle Begleitung durch erfahrene Fach‑ und Führungskräfte aus dem Stiftungssektor und der Philanthropie.

Das Mentoring unterstützt die weitere berufliche Orientierung, stärkt persönliche und fachliche Entwicklungsschritte und hilft den Teilnehmenden, ihre im Programm gewonnenen Erfahrungen gezielt in den nächsten Karrierephasen einzusetzen. Darüber hinaus fördert es nachhaltige Vernetzung im Stiftungssektor und erleichtert den Übergang in neue berufliche Rollen.

Was ist eine Stiftung?

Teilnahmevoraussetzungen für eine Hospitation

Das Förderprogramm „Vielfalt stiften“ richtet sich an junge, engagierte Menschen, die eine Karriere im Stiftungswesen anstreben und dabei eine vielfältigere Stiftungslandschaft mitgestalten möchten. Um sich für eine Hospitation zu bewerben, sollten Bewerber:innen bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

1. Persönliche oder familiäre Migrationserfahrungen
Ein zentrales Anliegen des Programms ist die stärkere Einbindung von Perspektiven, die aufgrund eigener oder familiärer Migrationserfahrungen oft unterrepräsentiert sind. Daher suchen wir gezielt nach Menschen, die durch diese Erfahrungen die Stiftungslandschaft bereichern können.

2. Akademische Voraussetzungen
Bewerber:innen sollten sich mindestens im Bachelorstudium befinden, dieses bereits abgeschlossen haben oder sich in einem weiterführenden Studium (z. B. Master, Promotion) befinden. Auch Berufseinsteiger:innen und Young Professionals mit abgeschlossenem Hochschulstudium sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Ziel ist es, Personen zu fördern, die die formalen Kriterien für eine zukünftige Laufbahn im Stiftungswesen erfüllen oder diese nach ihrem angestrebten Abschluss erfüllen werden. Ein Interesse am deutschen Stiftungssektor und eine damit verbundene berufliche Orientierung sind dabei von Vorteil.

3. Gesellschaftliches Engagement
Neben den formalen Anforderungen legen wir Wert auf gesellschaftliches Engagement. Wir fördern junge Menschen, die sich aktiv für gesellschaftliche Belange einsetzen und daran interessiert sind, das deutsche Stiftungswesen kollektiver zu gestalten. Erste Erfahrungen in ehrenamtlicher Arbeit, Teilnahme an sozialen Projekten oder Engagement in zivilgesellschaftlichen Organisationen sind wünschenswert.

4. Offenheit und Lernbereitschaft
Wir erwarten von den Bewerber:innen eine hohe Motivation, Offenheit für neue Perspektiven und eine Bereitschaft, sich intensiv mit den Strukturen und Aufgaben im Stiftungssektor auseinanderzusetzen. Neugierde und die Fähigkeit, sich in komplexe Themen einzuarbeiten, sind wichtige Eigenschaften für eine erfolgreiche Hospitation.

5. Spezifische Anforderungen für jede Hospitation
Jede teilnehmende Stiftung hat möglicherweise zusätzliche spezifische Anforderungen an die Bewerber:innen, die je nach Einsatzgebiet, fachlichem Fokus oder Arbeitsumfeld variieren können. Diese detaillierten Anforderungen sind in den individuellen Ausschreibungen für jede Hospitationsstelle beschrieben. Es lohnt sich daher, sich gründlich über die jeweiligen Rahmenbedingungen der Hospitation zu informieren, um die beste Passung herauszufinden.

 

3. Jahrgang (2025/2026)

Mitte Oktober 2025 wurde der dritte Jahrgang des „Vielfalt stiften“-Stipendiums feierlich in Berlin begrüßt. Wir freuen uns über neue Stimmen und Impulse. Herzlich willkommen!

 

2. Jahrgang (2025)

Am 01. Mai 2025 wurde der neue Jahrgang des „Vielfalt stiften“-Stipendiums begrüßt. Schön, dass ihr da seid – willkommen bei Vielfalt stiften!

 

1. Jahrgang (2024)

Zum Auftakt von „Vielfalt stiften“ am 05. September 2024 haben wir unsere erste Kohorte des Stipendienprogramms im Rahmen der Hamburger Stiftungstage willkommen geheißen.

Bewerbung und Auswahlprozess

Die Bewerbung für eine Hospitation steht allen offen, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Eine Übersicht der verfügbaren Stellen finden Sie unter der Rubrik Ausschreibungen auf dieser Seite. Die Bewerbung ist einzig über das offizielle Bewerbungsportal des Förderprogramms möglich.

Der Bewerbungsprozess erfolgt in zwei Schritten:

1. Schriftliche Bewerbung über das Online-Formular
Über das Online-Bewerbungsformular können Interessierte ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen, bestehend aus Anschreiben (max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen), Lebenslauf und relevanten Zeugnissen einreichen. Das Bewerbungsverfahren für die aktuelle Ausschreibungsphase ist geöffnet. Bitte beachten Sie, dass der Bewerbungsschluss für bestimmte Stellen möglicherweise verlängert wird.

2. Persönliches Auswahlgespräch
Nach Bewerbungsschluss werden alle Unterlagen sorgfältig von der DSI und ggf. Vertreter:innen der jeweiligen Stiftungen gesichtet. Geeignete Kandidat:innen erhalten im Anschluss eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Falls das Gespräch vor Ort durchgeführt wird, übernehmen wir selbstverständlich die anfallenden Reisekosten. Nähere Informationen erhalten Sie zu gegebener Zeit mit Ihrer Einladung.

FAQ

  • vielseitige Einblicke in die Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in Stiftungen
  • einen Überblick über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten im Stiftungswesen
  • vielfältige Einsatzbereiche
  • eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Diversity und diversitätsorientierte Öffnung des Stiftungssektors
  • ein umfangreiches Angebot an Seminaren und Fokusgruppenworkshops, in denen Sie sich über Ihre Erfahrungen austauschen und an zukünftigen Entscheidungsprozessen mitwirken können
  • eine an den Mindestlohn angelehnte Vergütung

  • eigene oder familiäre Migrationserfahrungen
  • soziales oder sonstiges Engagement und Interesse, gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten
  • Studierende ab dem Bachelor, Absolvent:innen, Promovierende sowie Berufseinsteiger:innen mit Hochschulabschluss
  • hospitationsspezifische weitere Anforderungen
  • auch bei nicht vollständiger Passung zu allen Kriterien freuen wir uns über Ihre Bewerbung

Eine Bewerbung für „Vielfalt stiften“ ist ausschließlich über das Online-Bewerbungsformular möglich. Der Bewerbungsschluss für die nächste Ausschreibungsphase wird an dieser Stelle bekannt gegeben.

  1. Schriftliche Bewerbung:
    Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit Motivationsschreiben (max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen), tabellarischem Lebenslauf und Zeugnissen (höchster Schulabschluss, Bachelor- bzw. Masterabschluss oder aktuelles Transcript of Records, ggf. weitere relevante Zeugnisse und Nachweise) zusammengefasst in einem PDF (max. 10 MB) können Sie über das Bewerbungsformular auf unserer Webseite einreichen. 
  2. Persönliches Auswahlgespräch:
    Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden alle Bewerbungen sorgfältig geprüft. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten werden zu einem persönlichen Auswahlgespräch eingeladen.

  • Kann ich die Hospitation auch in Teilzeit absolvieren?

Nein. Die Hospitationen mitsamt Begleitprogramm sind ausschließlich in Vollzeit (40 Stunden/Woche) möglich.

  • Bekomme ich während der Hospitation ein Gehalt?

Ja. Sie werden ein Gehalt in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns für Ihre geleistete Arbeitszeit erhalten (Exklusive Begleitprogramm: 32 Stunden/Woche).

  • Kann ich meine Bewerbung auf Englisch einreichen?

Die Arbeitssprache in den Stiftungen ist Deutsch. Eine Bewerbung auf Englisch ist daher nicht möglich.

  • Ist eine Bewerbung auf mehrere Hospitationsausschreibungen parallel möglich?

Ja. Sie können sich auch auf mehrere Hospitationen bewerben. In diesem Fall füllen Sie bitte das Bewerbungsformular für jede Ausschreibung neu aus.

  • Muss ich an einer Universität/Hochschule eingeschrieben sein?

Nein. Das Programm richtet sich an Studierende und Personen, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben. Für einzelne Ausschreibungen können allerdings andere Vorgaben gelten. Beachten Sie daher bitte auch die Angaben in den Einzelausschreibungen.

#vielfaltstiften – Gesichter und Stimmen einer vielfältigen Stiftungslandschaft

Stiftungen gestalten Gesellschaft. Aber wer gestaltet Stiftungen?

Mit der Kampagne #vielfaltstiften machen wir sichtbar, was bislang oft fehlt: die Perspektiven von Menschen mit Migrationsbiografie im Stiftungswesen.

Das Förderprogramm „Vielfalt stiften“ bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, Einblicke in die Stiftungsarbeit zu gewinnen – und sie aktiv mitzugestalten. Die Kampagne begleitet sie auf diesem Weg.

Hier zeigen wir ihre Geschichten, Stimmen und Erfahrungen. Interviews, Hintergrundberichte und weitere Einblicke ergänzen das Bild und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf gelebte Vielfalt im Stiftungswesen. Mehr dazu in den Porträts und Beiträgen.

#vielfaltstiften steht für Sichtbarkeit, echte Teilhabe – und für den Wandel hin zu einer diversitäts- und zukunftsorientierten Stiftungslandschaft.


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Datenschutzhinweise

Abschließend möchten wir darum bitten, die allgemeinen Datenschutzhinweise für das Projekt "Vielfalt stiften – Gemeinsam für ein diversitätsorientiertes Stiftungswesen" zur Kenntnis zu nehmen.